Beispiel Industrie und Gewerbe: SHW-CT Wasseralfingen

Objekt und Ziele

Die Gießerei in Wasseralfingen wurde im Rahmen einer Feinanalyse in Bezug auf prozessübergreifende Potenziale zur Senkung des Strom-, Gas- und Wasserverbrauches untersucht. Gegenstand der Untersuchung und Umsetzung der Maßnahmen durch die NaCon waren die Abwärme-Nutzung der Elektro-Schmelzöfen, die Optimierung von Absaugeinrichtungen, ein Regelungskonzept für die Gasstrahlungsheizung sowie die Verbesserung des Regelbetriebes der Heizkessel. Ein weiterer Schwerpunkt war die Untersuchung der Effizienz der bestehenden Drucklufterzeugung.

Ablauf

Umfangreiche Messungen und die systematische Analyse der Energieflüsse ermöglichen die Bewertung von Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung. Die Potenziale wurden hinsichtlich Qualität, Quantität, zeitlicher Verfügbarkeit und Investitionsaufwand bewertet.
Im Ergebnis konnte die Umsetzung von Maßnahmen in allen Zielbereichen mit einem Einsparvolumen von ca. 100 T€/a im Rahmen eines Energie-Einspar-Vertrages fixiert werden. Die darin verankerte Dokumentation und die Erfolgskontrolle wurden integrale Bestandteile des kundeneigenen Energie-Managementsystems.

Maßnahmen

An den Elektro-Schmelzöfen wurde eine Systemtrennung beseitigt und die Kühlung mit reduzierten Schallemissionen bei gleichzeitiger Reduzierung des Stromverbrauches der Rückkühler realisiert. Gleichzeitig wird der Wasserverbrauch der Notkühlung minimiert.
Die Absaugwände an den Putzplätzen wurden mit bereichsweisen Absperrklapen und einer bedarfsgeführten Regelung ausgestattet, wodurch die notwendige Luftmenge der Absaug- und Filteranlagen reduziert werden kann.
Die Beheizung der Hallen erfolgte in der Vergangenheit mit ungeregelten Gasstrahlern.Eine Ausstattung der Geräte mit einer Temperaturregelung in Kombination mit Nutzungszeitprogrammen ermöglicht heute eine signifikante Reduzierung des Erdgasverbrauches.
Die vorhandene Drucklufterzeugung wird auf Grundlage umfangreicher Messungen mit neuen Verdichtern ergänzt und mit einer neuen übergeordneten Regelung ausgestattet, womit der Leerlaufbetrieb reduziert und der Einsatz der vorhandenen Aggregate lastganggerecht angefordert wird.
Die Steuerung der Einzelmaßnahmen erfolgt über eine neu installierte Gebäudeleittechnik, in der Regelparameter und Zeitprogramme auch vom Kunden im laufenden Betrieb angepasst werden können.

Ergebnisse

Die Maßnahmen wurden wie vertraglich vereinbart sukzessive umgesetzt. Die Energieeinsparung erfüllt exakt die Erwartungen, die Investitionen refinanzieren sich damit ausschließlich aus den garantierten Energieeinsparungen.