Beispiel Industrie und Gewerbe: Schomäcker Federnwerk GmbH

Objekt und Ziele

Die Liegenschaft umfasst Produktions-, Lager- und Verwaltungsgebäude. Die Herstellung von Federn für Nutzfahrzeuge erfolgt im Wesentlichen durch thermische Umformprozesse. Der Rohling wird dazu in verschiedenen, gasbefeuerten Öfen erwärmt, umgeformt und in prozesstechnisch erforderlicher Weise wiederholt definiert erwärmt und abgekühlt. An verschiedenen Stellen der Produktion ist daher eine Rückkühlung der Kühlbecken über vorhandene Kühlanlagen erforderlich. An anderen Stellen wird Wärme zu Beheizungszwecken benötigt, welche möglichst weitgehend durch vorhandene Abwärme bereit-gestellt werden soll.

Ablauf

Umfangreiche Messungen und die systematische Analyse der Energieflüsse ermöglichen die Bewertung von Maßnahmen zur Abwärmenutzung. Die Potenziale wurden hinsichtlich Qualität, Quantität, zeitlicher Verfügbarkeit und Investitionsaufwand bewertet.
Im Ergebnis konnte ein abgestimmtes Konzept mit allen erforderlichen Entscheidungsgrundlagen erarbeitet werden und beim Kunden die eigenverantwortliche Umsetzung der Energieeinsparmaßnahme beschlossen werden.

Maßnahmen

An den Härteölrückkühlanlagen wurden detailierte Messungen vorgenommen. Aus der thermodynamischen Interpretation der Ergebnisse wurde unter Berücksichtigung der Instationarität der Prozesse eine Einbindung in das vorhandene Warmwasserheizungsnetz konzipiert. Diese trägt den Anforderungen zur betrieblichen Sicherheit ebenso Rechnung wie der Anforderung, sich im betrieblichen Alltag durch eine starke Beschränkung der Komplexität als tauglich zu erweisen.

Ergebnisse

Das mit den Erfordernissen des Betriebes detailliert abgestimmt Konzept wurde in einem R&I Fließbild dokumentiert. Die erforderlichen Anlagenbau- und MSR-Leistungen wurden ausgeschrieben und die Ergebnisse zu einem Vergabevorschlag aufbereitet zusammengefasst. Die Umsetzung der Maßnahmen ist zur Heizsaison 2012/13 durch Schomäcker in Eigenregie auf der Basis der Planungsunterlagen der NaCon erfolgt. Die Amortisation der Maßnahme liegt deutlich unter 5 Jahren. Der Großteil der Heizwärme der zentralen Kesselanlage kann über Abwärme ersetzt werden.