Beispiel Krankenhäuser: Sana Krankenhaus Rügen

 

Objekt und Ziele

Im Ergebnis der 2013 für die gesamte Sana Klinikgruppe begonnenen Grobanalysen zum energetisch kaufmännischen Einsparpotenzial wurde für auch das Krankenhaus Rügen mit 220 Planbetten in Bergen auf Rügen die Umsetzung der erarbeiten Maßnahmen für 2015 beschlossen.

Ablauf

In der Grobanalyse wurden die größten Potenziale im Betrieb eines angemessen dimensionierten BHKW und in der Anpassung der Regelparameter der GLT identifiziert. Nach einer Verifikation der Zahlen aus der Grobanalyse wurde das Maßnahmenpaket von der Sana Klinik genehmigt und die Verantwortung für die Ausführung im Rahmen eines Generaldienstleistungsvertrags der NaCon übergeben. Vorab wurde bereits die Planung und Erneuerung der Kälteanlage von der NaCon ausgeführt, aktuell werden die Grundlagen zur Optimierung der Dampfversorgung von der NaCon ermittelt.

Maßnahmen

Die bestehende Kälteanlage musste wegen eines Defektes Anfang 2015 kurzfristig erneuert werden. Dabei wurde die Leistung auf den tatsächlich erforderlichen Wert reduziert, welcher sich aus den teilweise vorhandenen, teilweise selbst gewonnen Messdaten ermitteln ließ.

Ein BHKW mit einer elektrischen Leistung von ca. 230 kW wurde auf einer neu zu errichtenden Bühne im Kesselhaus errichtet. Es deckt seit Dezember 2015 zu etwa 50% die Strom- und Heizwärmeversorgung des Standortes. Der Umbau erfolgte im laufenden Betrieb.

Für die Optimierung der Dampfversorgung wurde zunächst das Dampfnetz untersucht und Leckagen beseitigt. Nach einer genaueren Untersuchung der Verbrauches kann anschließend die Erzeugungsanlage optimiert werden.

Ergebnisse

Die Bauleistungen wurden im Budget- und im Terminplan erbracht. Die Energieeinsparungen werden jährlich ermittelt und einem Nachweisverfahren unterzogen. Im Rahmen der Betriebsunterstützung erfolgen die weitergehende Optimierung und das Monitoring der Einspar-Ergebnisse. Die Einsparungen liegen deutlich über den vertraglich zugesicherten Werten.

Die positiven Ergebnisse der bisherigen Zusammenarbeit erstrecken sich nicht nur auf das Sana Krankenhaus Rummelsberg und nicht nur auf investitionsstarke Maßnahmen, auch für andere Standorte konnten zum Teil schon auf Basis der (energie-)rechtlich und technisch-kaufmännischen Prüfung der Versorgungssituation oder mit geringinvestiven Maßnahmen erhebliche Kostenentlastungen herbeigeführt werden.